Seit diesem Monat habe ich die ersten Larven meiner Triturus marmoratus im Becken, die erst in diesem Jahr, knapp vier Jahre nach ihrer Metamorphose, erstmalig ins Wasser zurück gekehrt sind (und hier auch nur zwei der vier Tiere, die ich aus demselben Jahrgang und von derselben Züchterin erworben habe).



Was mir auf der Verhaltensebene an den (noch sehr kleinen) Molchlarven im Vergleich zu den Larven von meinen Hypselotriton cyanurus sogleich aufgefallen ist, ist das freie Schwimmen im Becken, wie es das letzte Foto sehr schön aufzeigt. Im Unterschied dazu halten sich meine asiatischen Molchlarven zumeist auf dem Boden oder unter der Oberfläche auf, sofern Schwimmpflanzen vorhanden sind. Sie nutzen also hier wie da Strukturen, auf denen sie sich fortbewegen oder festhalten. Die Larven meiner Marmormolche könnte man hingegen für Fische halten, wenn man nicht so genau hinsieht.
Ich bin recht gespannt, wie es weitergeht. Die auf zwei der Bilder sichtbaren Kaulquappen sind übrigens diesjähriger Nachwuchs meiner Bombina orientalis.
Nachtrag vom 18.9.25:


Das linke Bild zeigt eine Larve, wie sie im Erscheinungsbild schon komplett den „fertigen“ Marmormolchen entspricht, was typisch für das letzte Stadium der Larvenentwicklung beim Marmormolch ist. Man erkennt, dass die Kiemen komplett aufgebraucht sind.
Tatsächlich war diese Larve, die sich hier noch in der durch Riccia fluitans gebildeten Krautschicht unter der Wasseroberfläche aufhält, zwei Stunden später an Land geklettert.
Rechts ein (anderer) frisch an Land gekletterter Jungmolch.
