Nachdem ich hier kürzlich berichtete, dass meine Marmormolche nun erstmalig gelaicht haben, kann ich heute vom ersten Landgang eines „fertigen“ kleinen Marmormolchs berichten. Die Larvenentwicklung dürfte damit ungefähr zwei Monate gedauert haben. Das abgebildete Tier hat ungefähr eine Größe von vier Zentimetern und ist wenige Tage an Land.

Wie ich andernorts schon geschrieben habe, gibt es von Frank Böhm einen sehr schönen Beitrag zu Marmormolchen, der auch zahlreiche Fotos zur Entwicklung der Larven enthält. Diese nehmen kurz vor dem Landgang bereits die typische Färbung der Elterntiere an. Der abgebildete Knirps ist mit anderen Worten von ausgewachsenen Marmormolchen eigentlich nur durch seine Größe unterschieden, ansonsten aber identisch, also ein „richtiger“ Marmormolch (in Klein).

Ergänzung im Oktober 2025:
Inzwischen sind bereits über 50 kleine Marmormolche an Land gegangen, die in drei umfunktionierten (leeren) Aquarien von 60 x 30 cm Grundfläche untergebracht sind (siehe nachfolgendes Foto).

Der Boden ist mit Brunnenlebermoos belegt, darauf liegen diverse Röhren und Rindenstücke, die sowohl zum Klettern als auch zum Verstecken gedacht sind. Auch die zerschnittenen Schlauchstücke haben diese Funktion, also einen auch bei Beregnung trocken bleibenden Platz zu bieten. Hölzerne Röhren oder solche aus Bambus werden aber definitiv bevorzugt. Rechts und links oben im Bild sieht man eine größere und eine kleine Schale mit orangem Nährboden für Drosophila. Dieser ist von Fliegenlarven durchtränkt und dient als Dauerfutterstelle. Zusätzlich werden gelegentlich (mit Korvimin gepuderte) Raupen der kleinen Wachsmotte verfüttert und im ersten Monat vor allem Springschwänze und Blattläuse. Letztere machen sich im Oktober natürlich rar.
Nach Rücksprache mit Frank Böhm habe ich dort pro Becken nicht mehr als 25 Jungtiere vorgesehen (und diese Beckengröße reicht natürlich auch nur für die ersten Monate, denn dann würde es für die rasch wachsenden Tiere dort zu eng).
