Es ist wieder so weit: Eiablage bei den Feuerbauchmolchen hat begonnen

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Ich pflege und züchte seit mehr als zehn Jahren den Tüpfelfleck-Feuerbauchmolch (Hypselotriton cyanurus). Wie es in dem lohnenswerten Büchlein von Franzen & Franzen richtig heißt, ist er ein arger Laichräuber. Faktisch habe ich erst Nachwuchs, seit ich dazu übergegangen bin, die Eier nach der Ablage wegzunehmen.

In der zweiten Märzhälfte habe ich in den letzen Jahren jeweils die ersten Eiablagen beobachtet, die sich dann über Wochen hinziehen. Letzteres ist wenig verwunderlich, wenn man bedenkt, dass ein einzelnes Weibchen an die 200 Eier legen kann – und das erfolgt anders als bei den Fröschen und Kröten jeweils einzeln und mit Akribie, denn die Eier werden in der Regel in pflanzliches Material eingepackt.

In meinen Becken haben sich Cryptocorynen als besonders beliebte Laichpflanzen erwiesen. Die Weibchen legen dann ein Ei auf das Blatt, falten es mit den Hinterbeinen und halten dieses gefaltete Blatt ein paar Minuten fest. In dieser Zwischenzeit verklebt die Eihülle mit dem Blatt, so dass am Ende ein gefaltetes Blatt sichtbar ist, in dessen „Tasche“ man mit etwas Glück ein Ei (oder selten auch einmal zwei) schimmern sieht.

In diesem Jahr haben es meine Weibchen etwas gemächlicher angehen lassen. Im März war noch gar nichts los, und auch jetzt ist überhaupt erst ein Weibchen am Start, nämlich seit dieser Woche am Legen. Bei den beiden anderen sind dagegen noch keine Aktivitäten zu sehen (dafür aber prall gefüllte Bäuche, die auch bei ihnen reichlich Laich erwarten lassen).

Weibchen von H. cyanurus faltet ein Blatt mit den Füßen bei Eiablage
Weibchen von H. cyanurus bei der Eiablage. Mit den Füßen wird das gefaltete Blatt festgehalten,
bis es mit dem Ei genügend verklebt ist
Ei in Blatttasche Zwergmolch
Gefaltetes Blatt, in dessen Mitte man ein abgelegtes Ei erkennen kann
(in diesem Fall allerdings von Hypselotriton orientalis stammend)