Landverstecke für (junge) Marmormolche

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Ich kann noch einmal eine Verhaltensbeobachtung zu jungen Marmormolchen (Triturus marmoratus) beisteuern, die für deren Haltung an Land nützlich sein könnte.

Bei Gelegenheit des Herausfangens aller Tiere zwecks Abgabe musste ich natürlich auch den letzten Winkel des Beckens kontrollieren, um aller versteckt lebenden Molche habhaft zu werden. Als ich schon etwas nervös zu werden begann, weil noch immer vier junge Molche fehlten, obgleich ich fast alle vermeintlich „gut geeigneten“ Verstecke bereits gelüftet und gesichtet hatte, überraschten mich diese vier damit, dass sie sich fast wie ein Knäuel alle in eine hohle Nuss gezwängt hatten, und zwar nicht um sich vor mir zu verstecken, sondern offensichtlich als einem für sie gut geeigneten Ruheplatz.

Was ist daran eine vielleicht wichtige Beobachtung?
Dass Molche im Land- (und im Winter-) Quartieren zuweilen in großer Zahl und offensichtlich ohne Abstandsbedürfnis anzutreffen sind, weiß man. Wichtig fand ich hingegen, dass die Tiere in dieser hohlen Nuss ganz trocken untergekommen sind.

Wie ich es auch wiederholt bei anderen Molcharten feststellen konnte, namentlich dem amerikanischen grünlichen Wassermolch (Notophthalmus viridescens) und dem chinesischen blauschwänzigen Feuerbauchmolch (Hypselotriton cyanurus), suchen die Molche an Land durchaus absolut trockene Bereiche auf, wobei es zweifellos wichtig bleibt, dass sie von feuchter Luft umgeben sind.

Die Nuss als Landversteck; vermutlich eine Paradiesnuss (Lecythis ollaria)

Wir aber tendieren bei der Haltung von Molchen nach meinem Eindruck dazu: Molch gleich mindestens feucht, wenn nicht nass! Es scheint mir demgegenüber wichtig, dass wir bei der Landhaltung der Molche darauf achten, das auch recht bzw. ganz trockene Bereiche von den Tieren aufgesucht werden können. Am besten ist es natürlich, wenn man im Becken für den Landaufenthalt unterschiedlich geartete Versteckmöglichkeiten vorhält, damit sich die Tiere aussuchen können, was ihnen am besten behagt.